Humanoide Roboter: Demo, Produkt oder Arbeitsmarkt-Schock?
Humanoide Roboter wirken spektakulär, weil sie aussehen, als könnten sie unsere Welt ohne Umbau benutzen. Aber zwischen Bühnenvideo und Arbeitsmarkt liegt eine harte Rechnung.
Die Form des Menschen ist ein Versprechen: Türen, Treppen, Regale, Werkzeuge, Fahrzeuge und Maschinen sind für Körper gebaut, nicht für abstrakte Software. Ein Roboter mit Armen, Beinen und Kameras könnte theoretisch dort arbeiten, wo heute Menschen einspringen müssen. Lager, Pflege, Produktion, Reinigung und Katastrophenschutz sind die naheliegenden Felder.
Der Engpass ist weniger die einzelne beeindruckende Bewegung. Entscheidend sind Preis, Laufzeit, Reparatur, Sicherheit, Versicherung und die Frage, wie oft ein Mensch doch danebenstehen muss. Ein Roboter, der 80 Prozent einer Aufgabe schafft, aber bei den letzten 20 Prozent regelmäßig blockiert, ist kein Mitarbeiter. Er ist ein teures Projekt.
Trotzdem ist die Richtung klar. Wenn KI-Modelle besser planen, Sensorik billiger wird und Serienproduktion einsetzt, verschiebt sich der Markt. Der erste echte Schock kommt nicht, wenn Roboter tanzen. Er kommt, wenn sie zuverlässig Nachtschichten, Wege und Routinegriffe übernehmen.